Stellungnahme Eintracht Frankfurt e.V.

Seit 1877 gibt es Vereinssport im Stadtteil Nied und das soll auch in Zukunft so bleiben. Doch dauerhaft sieht sich die SG Nied weder personell noch finanziell in der Lage, sowohl die Nidda-Halle, das dazugehörige Sportgelände als auch das bisherige Sportangebot, in der bekannten Qualität und Quantität zu erhalten. Aufgrund dessen gibt es bereits seit einigen Monaten Gespräche zwischen dem Vorstand der SG und dem Präsidium von Eintracht Frankfurt e.V., um den Breitensport im Westen der Stadt zu sichern. „Über 50 Prozent der Mitglieder der SG Nied sind unter 18 Jahren. Der Verein zeichnet sich durch exzellente Jugendarbeit aus, sodass wir hier gerne unterstützen möchten und den Anlaufpunkt für die Kinder und Jugendlichen, aber natürlich auch die Erwachsenen, bewahren und weiterentwickeln möchten“, so Dieter Burkert, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Eintracht und ergänzt: „Wir haben große Hoffnung, dass wir uns mit den Sanierungsarbeiten im Gebäude und außerhalb einen Anziehungspunkt für den Breitensport im Westen der Stadt schaffen, in dem das Angebot ansonsten recht gering ist.“

(Weiter-)Entwicklung auf allen Ebenen

Das bisherige Angebot der SG Nied soll vollumfänglich erhalten bleiben und perspektivisch sogar ausgebaut werden. Das betrifft ebenfalls das bestehende Angebot der Eintracht-Abteilungen, das von der „Fusion“ unangetastet bleibt. Für alle Mitglieder bestünde sogar die Möglichkeit, von einem insgesamt ausgebauten Sportangebot zu profitieren. Da sowohl die SG Nied als auch Eintracht Frankfurt über Abteilungen in den Sportarten Boxen, Handball, Leichtathletik, Tennis, Triathlon, Turnen und Ultimate Frisbee, sowie Sportarten, die diesen Abteilungen zugeordnet sind, verfügt, laufen auch auf Abteilungsleiterebene bereits sehr positive Gespräche, wie diese miteinander verschmelzen könnten. „Wir stehen in engem Kontakt zueinander und planen alles Hand in Hand und auf Augenhöhe“, berichtet Michael Otto, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied von Eintracht Frankfurt. Es handelt sich hierbei explizit um Sportarten, die nicht dem Fußball zuzuordnen sind. Eine Erweiterung des Angebots im Westen ist dahingehend nicht geplant, die Heimat des Fußballs ist und bleibt der Riederwald mit seinem Nachwuchsleistungszentrum.

Die SG Nied wird derzeit ehrenamtlich geführt und verfügt über fünf Mitarbeiter, die, wie auch die Honorarkräfte und bisher ehrenamtlich Tätigen, übernommen würden. Grundlage aller Aktivitäten und Überlegungen ist allerdings eine positive Entscheidung auf der ausstehenden Mitgliederversammlung der SG Nied, die für Mai geplant ist. Hier muss eine Dreiviertelmehrheit der Mitglieder der geplanten „Fusion“ mit Eintracht Frankfurt zustimmen.