Letztes Event des Jahres Boxnacht in Neckarsulm

Am 14 Dezember stand dann der letzte Kampftag für uns an. Nur konnten wir beim BW CUP in Neckarsulm diesmal nicht richtig punkten. Bei den fünf gemeldeten Kämpfern wurden am Wettbewerbstag noch 2 Kämpfe gestrichen so dass nur drei Paarungen zu Stande kamen.
In der Hauptrunde des Kampftages startet Engin Ucar bei der Jugend in der Gewichtsklasse bis 69 Kg also im Weltergewicht. Engin hatte den 3.Kampf des Abends im Hauptprogramm und setzte hier gleich von Anfang an Akzente, er ließ seinem Gegner Bilal Karakuyu nicht den Hauch einer Chance. Engin zeigte technisch sauberes Boxen und landete schon in der ersten Runde immer wieder Treffer, die seinen Gegner vom Heimatverein Neckarsulm so beeindruckten, dass er Respekt zeigte während der ganzen Runde gelang es ihm nur zweimal Engin leicht zu treffen. Zur Rundenpause wurde Engin von seinen Trainern Oli und Gert noch einmal instruiert und angehalten mehr Kombinationen aus Geraden und Haken zu boxen. Gleich ab Beginn der zweiten Runde legte unser Rechtsauslager los und deckte Karakuyu erneut mit Schlägen ein und wich den Schlägen des Neckarsulmer `s geschickt aus. Der versuchte immer wieder verzweifelt einige Schläge bei Ucar zu landen was ihm allerdings deutlich misslang. So ging auch die zweite Runde an Engin Ucar von der SG Nied. Dann hieß es nach dem Gong Ring Frei Runde Drei, jetzt drehte Ucar noch mal richtig auf. Nach den hastigen angriffen seines Gegners, den er durch eine brillante Beinarbeit immer wieder auswich, begann er wieder seine Kombinationen zu boxen und deckte den Lokalmatador Karakuyu mit einer Serie von Schlägen ein, gegen die dieser einfach keine Mittel mehr fand und zu clinchen begann. Ucar konnte sich jedoch immer wieder geschickt aus der Umklammerung befreien und bestrafte Karakuyu sofort dafür in dem er wieder Treffer Kopf und Körper landete. Nach dem Ende der dritten Runde kam das Urteil und das hieß ganz klar einstimmiger Punktsieger ist der Kämpfer aus der Roten Ecke Engin Ucar SG Nied.
Im fünften Kampf des Hauptprogramm war dann ebenfalls im Weltergewicht allerdings bei den Männern Sammy Ngundu an der Reihe, der auch aus der roten Ecke boxte . Sammy wie immer, brauchte erstmal eine Runde, um seinen Gegner Leutrim Agay auszuloten und zu beschnuppern. So musste er in der ersten Runde ein paar Treffer einstecken , die ihn allerdings nicht sonderlich zu beindrucken schienen. Zumindest ging diese Runde an Agay vom BC Ludwigsburg. In der Rundenpause zur zweiten Runde bekam Sammy dann vom Trainergespann die Marschroute erläutert. Sammy legte jetzt los und begann in der zweiten Runde gleich damit seinen Gegner zu attackieren. Jetzt konnte Sammy einige gute Treffer bei Agay landen und der wurde sogar noch gegen Ende der Runde nach einem harten Kopftreffer angezählt.
Auch in Runde drei ließ Sammy nichts anbrennen und war augenscheinlich der eigentlich der dominierende Mann im Ring. Sammy boxte Kombinationen aus Geraden und Haken, wich geschickt aus tänzelte im Ring in alter Manier, die an Muhammed Ali erinnerte. Seine Treffer waren präzise und hart. Am Ende jedoch lautet das Urteil vielleicht etwas schmeichelhaft, Sieger ist der Kämpfer aus der Blauen Ecke Leutrim Agay vom BC Ludwigsburg.
Dann im neunten Kampf des Abends stand der Debütant von der SG Nied im Ring im Ring, Marin Maglica der Halbschwergewichtler. Aufgewärmt und auf den Kampf eingeschworen wurde er vom dritten Mann unseres Trainergespann der SG Nied Herb Ruffin. Und der ist eine echte Trainerlegende aus den USA. Er trainierte früher mal den US-Profi Jonathan > Bonecrusher < Smith. Hochmotiviert stieg Marin Maglica aus der Blauen Ecke heraus in den Ring gegen Can Gündüz aus Schwäbisch Gmünd. Maglica eröffnete gleich den Kampf mit einigen Geraden Führhänden und Schlaghänden wobei er einige saubere, wenn nur leichte Treffer landen konnte. Leider vernachlässigte er immer wieder seine Deckung ein wenig und musste somit auch von Gündüz den ein oder anderen Gegentreffern hinnehmen.
In der Rundenpause zur zweiten Runde wurde Marin Maglica nochmal von Oli und Gert darauf hingewiesen seine Deckung höher zu nehmen. Die Anweisung beherzigte er und landete immer wieder seine Treffer. Gündüz wurde etwas mutiger und suchte den Infight, begann aber auch immer wieder etwas zu clinchen. Zu allem Übel wurde erhielt Marin in der Runde auch noch eine Verwarnung wegen eines Innenhandschlages, eigentlich wird ein Kämpfer erstmal ermahnt wegen so eines Regelverstoßes und bekommt dann im Wiederholungsfall die Strafe. In der dritten Runde setzte Maglica auch wieder eine Partitur von Schlägen an und traf Can Gündüz immer wieder klar. Die Schläge waren zwar nicht so hart aber sie trafen. Genau zum Rundenende rutschte Marin auch noch aus und ging ohne Schlagwirkung zu Boden. Dann kam der Gong, der das Ende des Kampfes signalisierte. Dann das Urteil, Sieger aus der Roten Ecke Can Gündüz. Marin Maglica wirkte da etwas enttäuscht aber der Punktabzug durch die Verwarnung war wohl nicht zu kompensieren. Marin hatte eigentlich einen Superkampf abgeliefert und hätte gewinnen müssen. Als Fazit meinten die Trainer, es sind noch einige Mankos zu beseitigen aber die beiden Niederlagen waren knapp. Gleichwohl auch aus Niederlagen lernt man und weiß wo gesetzt werden muss, um die Fehler zu unterbinden. Unser Vorsatz für 2020 ist „ Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen und gewinnen.

Engin kann nach dem Kampf gut lachen

 Starkes Team , Reihe Vorne von links Vedat Raskovic, Trainer OLi Yares, Sammy Ngundu; und Ibo Reihe hinten von links , Marin Magllica, Endin Ucar, Trainer >Gert Bugdoll, Youssel Ayavi, Und Trainer Herb Ruffin.