Erfolgreich in Ramstein Vedad “Die Bosnische Eisenfaust” Raskovic schlägt wieder zu.

Wir besuchten am Wochenende zum 8. März die 5. Box Gala des BC Ramstein.
Eingeladen dazu hatte kein geringer als einer der erfolgreichsten Amateurboxer der 80ziger Jahre Reiner Gies. Seines Zeichens Olympiateilnehmer 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul wo er auch eine Bronzemedaille gewann. Alte Frankfurter Boxfans kennen seinen Namen sehr gut, Reiner Gies trat jahrelang für den CSC erfolgreich in der Bundesliga an. Mit weit über 300 Amateurkämpfen wechselte er ins Profilager und wurde IBF Intercontinental Champion. Er trug auch den legendären Beinamen „The Lord of the Ring „ den er bei seinem besten Kampf den er als Amateur bestritt, nämlich 1984 beim Intercup in Karlsruhe bekam, als er den dreifachen Weltmeister und Olympiasieger Angel Herrera aus Kuba nach Punkten schlagen konnte.
Mit Hochachtung vor diesem großen Namen , war man nach Ramstein gereist und unsere Jungs wollten schon zeigen was sie konnten.
Immer hin war noch ein Fanclub von 12 Leuten mitgefahren.
Sammy Ndungu im Weltergewicht der Männer und Vedad Raskovic der eigentlich im Halbschwergewicht antreten wollte. Leider hatte Raskovic ein paar Gramm zu viel auf der Waage,

na wer da böses denkt, und musste im Schwergewicht antreten. Was ihm aber anscheinend nicht so viel auszumachen schien.
Zumindest herrschte aber auch in der Halle eine Riesenstimmung,denn die war bis auf den letzten Platz ausverkauft und es waren wohl gefühlte 700 Zuschauer anwesend.
Dann kam der Aufruf für Sammy Ndungu, in der Blauen Ecke sein Gegner Abu Karim von Alzey in der Roten Ecke. Nach dem der Gong und das Ring Frei Runde Eins ertönt war, fing Ndungu wie immer etwas verhalten an zu boxen uns beschnupperte den Gegner, der etwas größer war als er. Ndungu tarierte Karim erstmal aus und schaute wie er gekonnt und gefahrlos die Distanz überbrücken konnte. Den Schlägen des Alzeyer wich er weitgehend geschickt aus und setze einige leichte Gegentreffer. Diese Runde konnte man auch in die Rote Ecke geben. In der Rundenpause gab es vom Trainerteam Yares/ Bugdoll noch einige Tipps und dann ging es in die zweite Runde. Geschickt überbrückte Ngundu nun die Distanz und landete einige gute Treffer. Karim zeigte Respekt und wurde deutlich defensiver. Dann ließ ihn Ngundu aber nochmal kommen tauchte die Aktion des Alzeyer´s geschickt ab und setzte als Konter einen Knallharten Seitwärtshaken mit der Linken, der Schlag beutelte Karim dermaßen, dass er angezählt werden musste. Auch nach dem Anzählen schien er wohl noch nicht richtig klar zu sein und der Ringrichter brach den Kampf ab. Sieger durch RSC Sammy Ndungu, von der SG Nied.
Danach war dann Vedad Raskovic an der Reihe im Schwergewicht bis 91 kg. Vedad startet aus der Roten Ecke sein Gegner Leotrim Smakiqi aus Speyer aus der Blauen Ecke. Mit einem verschmitzten Grinsen und ziemlich siegessicher steigt Raskovic in den Ring und das zu einem Gegner mit ca. 8-10 Kg mehr Gewicht. Aber erinnern wir uns an Kesselstadt und das umstrittene Urteil von Soufian Douzi. Kein Geringerer als Leotrim Smakiqi war damals der Gegner. Nach dem Gong zur ersten Runde setzte Raskovic gleich Akzente und deckte Smakiqi mit Schlägen ein. Der war ziemlich überrascht und fand auch kein Mittel gegen  Vedad´s Angriffe. Auch seine Schläge gingen überwiegend ins Leere. In Runde zwei machte Vedad dort weiter wo er aufgehörte hatte. Mit gezielten Kombinationen zu Kopf und Körper zermürbte Vedad seinen Kontrahenten. Dann kam der Gong zum Rundenende. Jetzt gab es in der Ring Ecke vom Trainerteam Yares / Abb noch einige Tipps und so ging es in Runde Drei. Vedad Raskovic wusste schon das er Oberwasser hatte und angefeuert durch das Publikum was er auf seine Seite ziehen konnte legte er los. Wieder deckte er Smakiqi mit harten Kombinationen zum Kopf ein und landete mehrere harte Treffer. Obwohl man Smakiqi wohl als einen relativ zähen Burschen bezeichnen konnte war er aber nicht mehr in der Lage die Schläge wegzustecken geschweige denn zu decken, was zur Folge hatte, das er vom Ringrichter angezählt werden musste. Fast zeitgleich flog auch das Handtuch aus Smakiqi`s Ecke. Der Ringrichter beendet den Kampf aber vorzeitig, so dass das Urteil auf RSC lautete. Sieger Vedad Raskovic SG Nied. Nun nicht umsonst wird Vedad die „Bosnische Eisenfaust“ genannt.
Abschließend möchten wir noch erwähnen das Marvin Abb auch sein Debüt als Trainer in der Ecke beim Boxen hatte.Gut aufgewärmt und von ihm auf den Kampf eingestimmt gingen unsere Jungs siegessicher in den Ring.  

Erfolgreiches Team Sammy und Vedad mit ihrem Trainerteam Marvin, Oli und Gert  
Starker Fan Club starke Boxer
Auch Vedad Großvater war mit dabei rechts im Bild und ziemlich stolz auf seinen siegreichen Enkel.